Lange Haare und ich? Nope!

8. Mai 2018



Als kleines Kind hatte ich eigentlich immer kurze Haare. Richtig kurz. Vielleicht 5cm. Lang genug, um meinen Kopf mit einer undefinierbaren Anzahl von Haarspangen zu dekorieren. Und kurz genug, um nicht verknoten zu können. Das war „damals“ – in den Neunzigern 😎 – nicht ungewöhnlich.

Zu Beginn der Grundschulzeit war der „Ich bin ein Mädchen und will lange Haare haben!“-Gedanke dann schon etwas ausgeprägter und ich konnte mir nicht mehr vorstellen, eine Kurzhaarfrisur zu tragen. Schließlich kann man da ja gar keine coolen Zöpfe flechten. Dementsprechend bereute ich auch den Ausflug zu eben dieser Frisur in der sechsten Klasse – aber zum zweiwöchigen Schwimmlager (sprich: statt in der Schule im Freibad sein) war es eben praktischer. In den darauffolgenden Jahren blieben meine Haare dann konsequent lang, nur der Pony veränderte sich hin und wieder. Eine Rapunzel wurde aus mir zwar nicht, aber für Hochsteckfrisuren zur Jugendweihe, Abiball und Co. hat's locker gereicht!



Statt aufs Schneiden konzentrierte ich mich jetzt eher aufs Färben. Blonde Strähnen, fast schwarz, orange, rot, komplett blond, pink, lila, blau, grün und alles dazwischen. Nach all diesen Experimenten ist es eigentlich ein Wunder, dass ich überhaupt noch Haare habe... Weniger verwunderlich war allerdings, für die ein oder andere Kreation komische Blicke zu ernten oder mir dumme Sprüche anhören zu dürfen. Darüber konnte ich mit der Zeit aber zum Glück selbst lachen, denn – und das ist der entscheidene Punkt – es ist ja mein Kopf und da zählt eben in erster Linie meine eigene Meinung.

Außerdem sehe ich das Ganze mittlerweile viel lockerer – ob nun der Schnitt nicht ganz gerade ist, der Ansatz nicht akkurat nachgefärbt ist oder was auch immer. Am Ende des Tages sind es nämlich nur Haare.

Widmen wir uns endlich der aktuellen Situation: Seitdem meine Haare wieder so lang waren, dass sie die Schultern berührten, trug ich sie eigentlich nur noch im Zopf. Nur für Bilder wurden Ausnahmen gemacht. Mich stört es einfach, wenn sie ständig im Gesicht herumschwirren. Das größte Problem war jedoch, dass sie trotz LKW-Ladungen an Trockenshampoo und anderem Zeugs einfach immer platt herunterhingen.

Der Blick in den Spiegel machte mir die Entscheidung von Tag zu Tag leichter: Die Haare müssen wieder ab! Also schnappte ich mir eine Schere, schnippelte drauf los und bin tatsächlich ganz verliebt in das Ergebnis! Sie haben automatisch mehr Volumen und die kaputten Spitzen sind auch Geschichte. Wie lange diese Begeisterung anhält, weiß man bei mir zwar nie, aber das ist auch egal. Denn so wie es jetzt ist, gefällt es mir sehr gut. Mal sehen, wie ich mich in ein paar Wochen in Sachen Pony entscheide. Wachsen lassen oder doch wieder abschneiden? Wir werden sehen.

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