Instagram: Hi Werbung, bye Transparenz

25. Juni 2018



[Werbung: Markennennung]

Falls ihr beim Scrollen durch Instagram in letzter Zeit das Gefühl hattet, besonders oft das Wort "Werbung" gelesen zu haben, könnte das tatsächlich stimmen. So richtig aufmerksam wurde ich auf das Thema als Vreni Frost über ihre Abmahnung vom Verband Sozialer Wettbewerb berichtete. Genaueres dazu könnt ihr auf ihrem Blog nachlesen.

Was ist los?

Im Groben geht es darum, dass jetzt anscheinend jeder Instagram-Post als Werbung gekennzeichnet werden muss, der Verlinkungen enthält und/oder eine Marke zeigt. (Ja, nur ZEIGEN reicht tatsächlich aus, um eine Abmahnung zu kassieren...) Dabei macht es wohl keinen Unterschied, ob man für's Posten bezahlt wurde, ob es sich um ein kostenlos erhaltenes Produkt (PR-Sample) oder ein selbstgekauftes handelt. Sogar für das Taggen von Freunden sollen einige Instagrammer bereits abgemahnt worden sein.

Diese Regelungen sollen für mehr Transparenz sorgen. Eigentlich ein guter Gedanke, denn Schleichwerbung ist einfach uncool. Dass bezahlte Posts und PR-Samples als solche gekennzeichnet werden müssen, finde ich dementsprechend auch vollkommen richtig. Wenn nun aber absolut jeder Pups als Werbung ausgeschildert werden muss, gibt es ja wieder überhaupt keine Transparenz und man könnte es auch direkt sein lassen.

Meine Lösung und was ich euch empfehle:

Obwohl mein Account längst nicht zu den "großen Haien" gehört, habe ich mittlerweile die Bildbeschreibungen unter meinen Instagram-Bildern um das Wörtchen "Werbung" erweitert, jeweils mit ein paar ergänzenden Worten. Die entsprechenden Erklärungen dazu sind wiederum in meinen Story-Highlights zu finden. Auf diese Weise versuche ich, den beschriebenen Regelungen zu folgen und gleichzeitig für euch transparent zu bleiben.

Was letztendlich wirklich notwendig oder richtig ist, scheint im Moment allerdings niemand so wirklich zu wissen. Meine Empfehlung lautet daher: Im Zweifel lieber einmal zu viel kennzeichnen als einmal zu wenig – nach allem was ich las, kann so eine Abmahnung nämlich eine verdammt teure Angelegenheit werden; und von eventuellen Gerichts- und Anwaltskosten will ich lieber gar nicht anfangen. Hoffen wir mal, dass dieser Kennzeichnungswahnsinn nicht auch bald zur Blogosphäre überschwappt.

(!) Bitte beachtet, dass ich natürlich keine Juristin bin und somit keine Garantie für die Korrektheit aller erwähnten Punkte übernehmen kann.

Bild via kaboompics

Kommentar veröffentlichen


Hinweis: Mit dem Abschicken deines Kommentars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden.



Instagram @mel_click

© MEL.CLICKDesign by FCD (edited) • ImpressumDatenschutz